Kultur und Natur im alten Dorf

Die Kulturveranstaltung Konzert Trio Glissando am Sonntag, 19. April ist abgesagt!

Start des Holzhausener Naturschutzprogramms 2020

Rückkehr der Wölfe – ein Thema zwischen Faszination und Konflikten
Volles Haus in Holzhausen beim Vortrag des Wolfsexperten Dr.  Frank Wörner

Wölfin am Stegskopf, Bildquelle Förster Christof Hast

 „Neues von den Wölfen in ihrer Nachbarschaft hören“, das wollten zum Auftakt des diesjährigen Naturschutzprogramms des Heimatvereins Holzhausen über 65 interessierte Bürger*innen, die für einen übervollen Saal in der „Alten Schule“ sorgten. Eingeladen hatte der Naturschutz-Verantwortliche des Heimastvereins  Ulrich Krumm den Zoologen und Wolfsexperte Dr. Frank Wörner aus Gebhardshain, Mitglied der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe und gefragter Referent zum Thema Wolf. Die Vortragsüberschrift lautete „Er ist wieder da – Der Wolf in unserer Nachbarschaft“. Mit dabei waren auch Dr. Thorsten Gieser von der Uni Koblenz-Landau, der sich mit dem Zusammenleben von Mensch und Wolf beschäftigt, und die Biologin Leah Nebel von der Stiftung Umwelt und Natur Rheinland Pfalz. Freilebende Wölfe in Deutschland – ein Thema zwischen Faszination und Konflikten und das polarisiert, so charakterisierte Dr. Wörner am Beginn seines Vortrags die aktuelle Diskussion. Dr. Wörner räumte mit Vorurteilen und  Ängsten auf und widerlegte gängige Argumente von Teilen der Jägerschaft, warum Wölfe keinen Platz in unseren Wäldern hätten. Es ist etwas ganz Spannendes, dass so ein Tier in den Kulturraum zurückkommt. In dem Vortrag ging es auch um wichtige Vorbereitungen für Tierhalter, um ein gedeihliches Nebeneinander von Nutztieren und Wolf zu ermöglichen. Dies könne jedoch nicht allein von den Tierhaltern geleistet werden – auch politische Weichenstellungen seien notwendig. Die dazu bereits aufgestellten Wolf-Managementpläne sind ein gutes Instrumentarium, ein möglichst konfliktarmes Zusammenleben von Mensch und Wolf zu gewährleisten, so die Einschätzung des Wolfsexperten. Natürlich ging auch es um die Wölfin am Stegskopf, die im Frühsommer 2018 von dem dortigen Bundesförster Christof Hast zum ersten Mal gesichtet wurde  und bei der es sich um ein junges Weibchen aus dem Rudel „Göhrde“ aus  der östlichen Lüneburger Heide handelt. Ob die Wölfin noch weiter ansässig ist, konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Bestätigt wurde jedoch, dass eine Wölfin  samt 5 Jungen im nördlichen Kreis Neuwied  ihr Territorium hat. Dr. Wörner ließ keine Zweifel daran, dass gerade der Westerwald mit seiner reich strukturierten Landschaft ein gutes Habitat für den Wolf sei.

Der Referent Dr. Wörner

Dass das Thema Rückkehr des Wolfes polarisiert und auch für Ängste sorgt, das wurde in der sehr emotional geführten Diskussion deutlich, die sich an den Vortrag anschloss. Dr. Wörner stellte klar, dass es ihm nicht um das Aufreißen von Gräben zwischen unterschiedlichen Interessengruppen gehe, sondern um eine sachorientierte gemeinsame Strategie bei der Rückkehr des  Wolfes in unseren Regionen. Dr. Wörner: Wichtigste Voraussetzung für die dauerhafte Ansiedlung des Wolfes im Westerwald ist die Akzeptanz der Bevölkerung.

Von re.: Dr. Frank Wörner, Martina Zöllner, Zeitschrift Tiere & Umwelt, Ulrich Krumm (Heimatverein)

Der Verfasser: Ulrich Krumm

 

Neues Programm „Kultur und Natur im alten Dorf“ mit vielen interessanten Angeboten

Das Programmheft

Der Förderkreis „Alte Schule“ im Heimatverein Holzhausen hat in diesen Tagen sein neues Jahresprogramm „Kultur und Natur im alten Dorf“ herausgebracht. Sieben kulturelle und acht naturkundliche Veranstaltungen beinhaltet das neue Programmangebot. Dazu kommen noch der Dorf-Spaziergang „Baukultur Holzhausen“ am Tag des offenen Denkmals sowie zahlreiche praktische Naturschutz-Arbeiten.
Das Programmheft zum download und zum durchblättern Hier

Vom Vortrag über die Rückkehr des Wolfes  im März bis zur Exkursion ins wilde Weierbach-Tal im Herbst, das neue Naturschutz-Jahresprogramm

Viel über Natur und Landschaft erfahren, aktuelle Themen im Blick nehmen und im Naturschutz Mitanpacken – mit dem neuen Jahresprogramm des Heimatvereins Holzhausen ist dies alles möglich. Insgesamt acht Veranstaltungen werden angeboten. Das diesjährige Programm  startet am 5. März um 18 Uhr in der „Alten Schule“ mit einem Vortrags- und Diskussionsabend  zu  dem hochaktuellen Thema „Der Wolf ist auch in unserer Region (wieder) da“. Referent ist der Zoologe Dr. Frank Wörner. In den Holzhausener Wald geht es Samstag, 9. Mai unter dem Titel „Mit den Forstleuten unterwegs, wie steht es um unseren Gemeindewald in Holzhausen“. Treffpunkt ist um 9 Uhr auf dem Wanderparkplatz „altes Forsthaus Holzhausen“ oberhalb des Naturbadeweihers.  Nach der wieder spannenden Vogelstimmenexkursion ins Naturparkjuwel Wetterbachtal am 6. Juni, (Treffpunkt 7 Uhr „Alte Schule Holzhausen“) steht  am Donnerstag (Fronleichnam), 11. Juni zum Thema „Auf den Spuren alter Pfade“ eine  kulturgeschichtliche und naturkundliche Wanderung auf dem Burbacher-Pfad in Richtung Burbach auf dem Programm. Treffpunkt dazu ist um 9 Uhr am Brunnen in der Dorfmitte. Für kleine Naturdetektive gibt es gleich drei  Veranstaltungsangebote. Am Freitag, den 15. Mai geht es zum Wetterbach um mit Becherlupe und Kescher ausgerüstet nach den Kleintieren im Wasser zu suchen. Treffpunkt ist um 16 Uhr am  Wetterbach-Entdeckerort unterhalb der Fischteichanlage Krafts Mühle. Unter dem Motto „Forschertour zur Welt der Fische“ treffen sich die kleinen Forscher am 10. Juli um 15 Uhr an der Fischzuchtanlage „Krafts Mühle“ zwischen Holzhausen und Niederdresselndorf gelegen. Und der jährliche Dauerbrenner, die  Fledermausexkursion findet am Freitag, 28.August ab 19 Uhr mit Treffpunkt an der Alten Schule Holzhausen statt. Die kleine Veranstaltungsreihe „Lebendige Gewässer im Hickengrund“ widmiet sich in diesem Jahr am 26. September dem Weierbach. Treffpunkt zu der Exkursion durch das wilde Tal des Bilderbuchbaches ist um 14 Uhr am Hof Ortelbach in Burbach-Oberdresselndorf. Die praktische Naturschutzarbeit beinhaltet in diesem Jahr als Schwerpunkt der Einsatz gegen das indische Springkraut am Wetterbach. Unter dem Motto „Alle zusammen anpacken“ sind zwei Termine vorgesehen. Kooperationspartner sind auch in diesem Jahr  die Biologische Kreis Siegen-Wittgenstein, der Naturschutzbund Siegen-Wittgenstein und der Burbacher Verein zu Förderung der natürlichen Lebensgrundlagen.
Weitere Informationen und Anmeldungen zu den Veranstaltungen sind möglich per E_Mail an ulrich.krumm@t-online und unter den Telefonnummern 02736 7814 oder 0171 7825972

___

Peter Autschbach und Samira Saygili in Holzhausen
Konzertbericht Siegener Zeitung

___

 

Der Rückblick: Die naturkundlichen Veranstaltungen in 2019

Fotos naturkundl. Veranstaltungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.