Kultur und Natur im alten Dorf aktuell

Der Blick auf die nächsten Veranstaltungen

Hinweis
Die Skulpturenausstellung, die vom 13. bis 27. Oktober geplant war, fällt aus und wird zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt!
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Am Samstag, 3. November: „Winzersterben“ Krimi-Lesung und Weinprobe mit dem Winzer Dr. Andreas Wagner, Essenheim / Rheinhessen

Dr. Andreas Wagner

Am Samstag, 3. November, um 19.30 Uhr liest Andreas Wagner aus seinem Krimi „Winzersterben“ im ev. Gemeindehaus in Holzhausen.
Dr. Andreas Wagner ist Winzer, Historiker und Autor. Nach dem Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Bohemistik in Leipzig und Prag hat er 2003 zusammen mit seinen beiden Brüdern das Familienweingut seiner Vorfahren in Essenheim bei Mainz übernommen. Zuhause schreibt er seit 2007 seine sehr erfolgreichen Weinkrimis. Neun dieser Bücher sind mittlerweile erschienen. Das rheinhessische Hügelland, der Menschenschlag dort und vor allem der Wein geben Wagner die Ideen für seine Geschichten.
Andreas Wagners Lesungen sind legendär: Schwarzer Humor kennzeichnet seine Krimis und liebevoller Witz seine Schilderungen des Lebens auf einem Weingut, das vier Generationen unter einem Dach versammelt. Vier Pausen sind vorgesehen, in denen hervorragende Weine natürlich aus dem Weingut Wagner angeboten werden.
Kosten: 12.00 €, Schüler/innen 6,00 €
Wegen begrenzter Teilnehmerzahl empfiehlt sich eine rechtzeitige Reservierung.
Kontaktadresse  für die erforderlichen Reservierungen: Helmut Willwacher, Tel. 02736 7432, Mail: ahwillwacher@web.de

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Außergewöhnliches Konzert erlebt: Trio Glissando überzeugte in Holzhausen

Zugegeben, das klingt im ersten Moment nicht nach einer gängigen Kombination, aber genau das macht den Reiz dieses Trios aus. „Die Kombination aus Horn, Posaune und Harfe ist nicht alltäglich, aber vielleicht gefällt es Ihnen ja trotzdem“, begrüßte Matthias Nassauer vom Trio Glissando aus Stuttgart die vielen Zuhörer in der Kirche in Holzhausen mit einem Augenzwinkern. Gefallen hat es auf jeden Fall, denn das Publikum zeigte sich begeistert von einem außergewöhnlichen Konzert, bei dem die drei Ausnahmemusiker virtuos Blech mit Saiten verschmelzen ließen und in ganz besondere Klangwelten entführten.

Trio Glissando in Holzhausen,
Bild Harri Hermann

Rezension in der Siegener Zeitung

Bericht SZ

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Der „natürliche Wasserbauer“ ist zurück
Vortrag über die Rückkehr des Bibers 

Referentin

Nachdem in den vergangenen Jahren der Heimatverein Holzhausen im Rahmen seiner Naturschutzvorträge über die „Die Rückkehr der Wölfe“, „Auf den Spuren der Wildkatze“ und über die Wiederansiedlung des Luchses informierte, stand in der diesjährigen Herbstvortragsveranstaltung das Thema „Die Rückkehr des Bibers“ auf dem Programm. Dazu konnte mit der Biologin Dietlind Geiger-Roswora vom Artenschutzzentrum des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen NRW eine kompetente Expertin gewonnen werden.
In ihrem ersten Vortragsteil lenkte die Referentin den Blick auf die Ökologie des Bibers als größtes europäisches Nagetier und stellte die Entwicklung der Biberpopulation in NRW vor. Nachdem der Biber für mehr als 100 Jahre aus dem jetzigen NRW verschwunden war, kehrt er dank Wiederansiedlungen in der Eifel und am Niederrhein mit Macht zurück. Ausgehend von der Eifel-Rur vergrößert sich die Population um derzeit jährlich 6 bis 10 Prozent. Unterstützt durch einwandernde Biber aus Wiederansiedlungen in den Niederlanden hat sich eine vitale Biberpopulation von ca. 750 Tieren entwickelt, die weiter wächst und sich ausbreitet. Inzwischen sei klar, dass nicht nur die linksrheinischen Gebiete in nicht allzu ferner Zukunft flächenhaft vom Biber besiedelt sein werden, auch rechtsrheinisch ist eine deutlich Zunahme und flächenhafte Ausbreitung absehbar. Für die Regionen in NRW ist es nicht die Frage ob der Biber kommen wird, sondern lediglich wann, sofern er nicht schon da ist, so die Prognose der Referentin.
In den weiteren Ausführungen gab Dietlind Geiger-Roswora anhand von Bildern einen Eindruck darüber was der Biber in der Landschaft bewirken kann und wie sich dies auf die Artenvielfalt auswirkt. Damit könnten die „natürlichen Wasserbauingenieure“ auch einen wichtigen Beitrag zur Erreichung eines guten ökologischen Zustands der Fließgewässer im Sinne der Ziele der EG-Wasserrahmenrichtlinie „kostenlos“ und „unbürokratisch“ leisten.

Vortragsbild- Biber als Wasserbauer

In der anschließen Diskussion wurden aber auch die Ängste und Unsicherheiten hinsichtlich der Ausbreitung des Bibers angesprochen. Wichtig, so das Resümee, sei es Rahmenbedingungen zu schaffen, die beide Aspekte – menschliche Nutzungsansprüche und Lebensraum Biber- berücksichtigt. Die bereits vorhandenen Konzepte aus der Eifel-Rur Region zur Integration des Bibers bei gleichzeitiger Wahrung der Interessen von Landwirtschaft und Wasserwirtschaft, Stichworte Hochwasserabfluss und Durchgängigkeit und mit den Erfahrungen aus Bayern, wo die Biberpopulation bereits 17.000 Tiere umfasst, bilden dafür eine gute Grundlage. Die Aussicht und die damit einhergehende Diskussion auf die Rückkehr des Bibers in bislang noch nicht wieder besiedelten Räumen, dazu gehören auch die Gewässer im Siegerland und Wittgenstein wird spannend werden.

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Raus zu lebendigen Gewässern im Herbst
Gewässerexkursion im Hickengrund stieß auf Interesse

Am Weierbach

Der Wetterbach im Hickengrund ist ein Referenzgewässer für die ehrenamtliche Mitwirkung an der Umsetzung der Ziele der EG-Wasserrahmenrichtlinie, nämlich gute Gewässerzustände bis 2027 zu schaffen. Diese Aktivitäten, die in einer Kooperation zwischen der gemeindlichen Fischereigenossenschaft und dem Verein zur Förderung der natürlichen Lebensgrundlagen Burbach organisiert werden, wurden auf einer gemeinschaftlichen Exkursion des Heimatvereins Holzhausen mit den v. g. Kooperationspartnern unter der Überschrift „Wo die Gewässer lebendiger werden“ vorgestellt. Rund 20 Personen aus der interessierten Bürgerschaft, Naturschutzaktive und Fischereileuten fanden sich zu der Exkursion ein. Der Projektverantwortliche der Gewässerkooperation Ulrich Krumm hatte fünf repräsentative Besichtigungspunkte am Wetter- und Weierbach ausgewählt. Erster Besichtigungspunkt war das alte Wehr der „Krafts Mühle“ in Niederdresselndorf. An diesem, vor einigen Wochen vollständig entferntem Wehr wurde aufgezeigt, warum die Nutzung eines Gewässers, in diesem Fall die Wasserentnahme für eine große Fischzuchtanlage, der Durchgängigkeit nicht entgegenstehen muss. Die nächsten Anlaufstellen der Exkursion waren die zurück gebauten Wehre „Im Brügel“ und „Westerwaldstraße Oberdresselndorf“. In diesen Gewässerabschnitten des Wetterbaches wurden mit minimalintensiven Maßnahmen wieder freifließende Wildbachabschnitte geschaffen. Letztes Ziel war der Bereich des Zusammenflusses des Weier- und Winterbaches, die sich dort zum Wetterbach vereinigen. Zunächst stellte Ulrich Krumm die Planungsbausteine für den zeitnah geplanten Rückbau des alten Wehres der Heckenmühle vor, das dem Wetterbach am Beginn seiner Laufes mit einem riesengroßen Basaltblock seine Dominanz gib. Es ist der Ort, wo der Sage nach die Wilden Weiber vom „Wildweiber-Häuschen“ auf der Hirzgabel in mondhellen Nächten ihre Wäsche wuschen. Insbesondere die schwierige Baustellenzufahrt wurde thematisiert. Und zum Abschluss ging es dann etwas rauf in das Kerbtal des Weierbaches. Wie aus dem Bilderbuch säumen Erlen, Eschen und Ahorn den Bachlauf, der sich mit seiner Erosionskraft durch den Deckbasalt gegraben und phantastische Kerbtalschluchten geschaffen hat. Die im Weierbach noch vorhandenen Querbauwerke sollen, soweit diese sich nicht bereits in der Auflösung befinden, durch Initialanrisse einem „geordneten Verfall“ überlassen werden.

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20 Jahre „Alte Schule – neuer Anspruch“,  so lange ist es schon her, seit unter diesem Leitsatz im August 1998 das vom Heimatverein Holzhausen restaurierte Baudenkmal „Alte Schule“ als besonderes Bürgerhaus der Dorfgemeinschaft übergeben wurde und der Förderkreis „Alte Schule“ im Heimatverein Holzhausen die Veranstaltungsreihe „Kultur und Natur im alten Dorf“ anbietet. Holzhausen bietet seitdem mit seinem gut erhaltenen historischen Ortskern der ideale Ausgangspunkt, um dörfliches Leben, Kultur und Landschaft als Einheit zu erfahren. Das spiegelt auch das neue Programm für das kleine Jubiläumsjahr wieder, das in diesen Tagen vom Leitungsteam des Förderkreises vorgestellt wurde.

Jeweils 8 kulturelle und naturkundliche Veranstaltungen beinhaltet das neue Programmangebot. Musikalische Abende, Konzerte und Lesungen und haben wieder einen festen Platz in dem Kulturteil des Programmes, das durch eine Skulpturenausstellung bereichert wird. Und das Naturschutzangebot besticht wieder durch seine Vielfältigkeit rund um die Themenfelder Landschaft und Umwelt.

Das 24-seitige Programmheft gibt es in der „Alten Schule“, in den Geschäften und Kreditinstituten im Hickengrund und im Rathaus / Kulturbüro der Gemeinde Burbach.

Das Programmheft zur Ansicht und zum download Hier

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