Aktuelles aus dem Heimatverein und aus dem Dorf

Die neue Heimatspiegelausgabe Juni 2019 ist da, hier der Link 

Unser Veranstaltungsüberblick Juli bis September 2019

Sonntag, 21. Juli ab 14:30 Dorf-Café „Alte Schule“
Sonntag, 18. August ab 14:30 Dorf-Café „Alte Schule“
Freitag, 30. August ab 19 Uhr – Treffpunkt Alte Schule Holzhausen, Zu den Fledermäusen in Holzhausen
Sonntag, 8. September (Tag des offenen Denkmals) ab 14 Uhr 250 Jahre „Alte Schule Holzhausen“ – Ein Streifzug durch die Jahrhunderte
12. und 13. September jeweils ab 10 Uhr Backtage im Backes Hickengrundstraße
Samstag, 14. September ab 9 Uhr- Treffpunkt Alte Schule Fernglas statt Flinte, mit den Jägern unterwegs in der Holzhausener Natur
Sonntag, 15. September ab 14:30 Dorf-Café „Alte Schule“
Samstag, 28. September – 19:30 Uhr Ev. Gemeindehaus, Konzert mit dem Harmut Sperl Trio

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Aktuelles aus der „Alten Schule“

Unsere „Alte Schule“ feiert ja in diesem Jahr den 250. Geburtstag. Einige Arbeiten zur Aufwertung des Hauses sind im Gange.
Zunächst, seit einigen Wochen ist in der „Alten Schule“ WLAN verfügbar. Künftig können sich die Nutzer des Hauses bei Tagungen und Seminaren kostenlos ins Netz einwählen.
Und die denkmalsgerechte Erneuerung der drei Holzfenster auf der Westgiebelseite ist fachgerecht von der Schreinerei Greis vorgenommen worden. Eiinge Bilder davon:

Unsere kleine Leader-Projektidee „Digitale Medien Naturwerkstatt Alte Schule“ hat die Zustimmung des Vorstandes der Leader-Region gefunden. Als nächster Schritt ist nun der Förderantrag auf dem Weg gebracht worden.

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Mit dem Heimatverein alte Pfade erkundet, eine grenzenüberschreitende Wanderung am Fronleichnam

Nach der historischen Wanderung „Auf den Spuren der preußisch –nassauischen Grenze“ im vergangenen Jahr ging es unter der Leitung von Ulrich Krumm am diesjährigen Fronleichnam bei der vom Heimatverein Holzhausen organisierten kulturhistorischen Exkursion auf die Spuren alter Pfade. Bei bestem Wanderwetter stand der alte Haukenest-Pfad ins hessische Allendorf auf dem Exkursionsplan. Der Haukenest-Pfad war in früherer Zeit für die Holzhausener Bürger die kürzeste fußläufige Verbindung von Holzhausen über Allendorf nach Haiger. Zwar konnte die alte Wegeführung nicht mehr in ihrer Gesamtheit abgegangen werden, dennoch konnten auf der Exkursion zahlreiche Informationen und Einblicke über frühere wichtige Einrichtungen und Anlagen entlang des Pfades vermittelt werden, die heute zur Geschichte zählen.
Erster Exkursionspunkt war die unmittelbar an der hessischen Grenze gelegene Aßlersch Mühle. Bis zum Jahr 1928 wurde in der Mühle Getreide gemahlen, dessen frühestes Dokument ein Mühlenbrief aus dem Jahr 1714 ist. Die Mühle mit der Besitzerfamilie Herbert und Hedwig Schneider war früher beliebter „Kommunikationsort“ für Bürger aus Holzhausen und Allendorf zugleich. Von der Aßlersch Mühle ging es steil hoch zum Haigerheckelskopf. Dabei wurde eine alte, aus Basaltsteinen hergestellte Gewölbeunterführung zur Querung der heutigen Hellertalbahn Betzdorf-Dillenburg genutzt. Der Bahnabschnitt war ursprünglich zweigleisig und Teil der Hauptstrecke Köln-Deutz nach Gießen. Sie wurde 1862 durch die Cöln-Mindener Eisenbahn fertiggestellt. Oberhalb der Bahnanlage ist die große Abraumhalde der ehemaligen Gruben „Hellemorgensonne“ und „Unendlich Glück“ ein besonderer Blickfang. In den Gruben wurde bis zum 1. Weltkrieg Blei und Kupfer abgebaut.
Hoch über den Bahngleisen liegend führte der Pfad über die Landesgrenze ins hessische Allendorf zu seinem höchsten Punkt. Von dort genossen die Teilnehmer über die zu Füßen liegende steile Felswand den Blick in das 175 m tiefer liegende Wetterbachtal und die Fernsicht auf die Höhen der hessischen Kalteiche. Ulrich krumm erzählte über die ehemaligen Bahnanlagen, die früher für den Bahnbetrieb unerlässlich waren. Dazu gehörte das 2-stöckiges Gebäude der „Blockstelle Allendorf/Haukenest“, die bis nach dem 2. Weltkrieg in Betrieb war. Der Blockstellenwärter hatte die Aufgabe, die dortigen Signaleinrichtungen zu bedienen, die aufgrund der großen Entfernung zwischen den Bahnhöfen Haiger und Niederdresselndorf benötigt wurden. Und früher gehörte es dort für die vorbeigehenden Bürger aus Holzhausen zum Ritual, in die Tiefe auf Holzhausener Platt zu rufen: „Block, wieviel Auer?“ (Block, wieviel Uhr?) Dann öffnete sich ein Fenster oder der Blockwärter erschien auf der eisernen Plattform der hohen Außentreppe und gab die Uhrzeit bekannt. Unter weiter unterhalb befand sich die Waldwegeschrankenanlage „Haukenest“. Als Schrankenwärter eingesetzt dort war von 1932 – 1948 Bernhard Henrich aus Holzhausen. Neben dem Wärterhaus hatte Bernhard Henrich einen Stein- und Ziergarten angelegt, der ihm seitens der Bahnverwaltung eine Reihe Belobigungen und Urkunden einbrachte.
Durch die Allendorfer Petersbach und der angrenzende Wachholderheide ging es zurück nach Holzhausen. An der Gemarkungsgrenze wurde dann noch eine Verbindung zur letztjährigen Grenzsteinwanderung hergestellt. Denn dort wurde von Ulrich Krumm über einen alten Grenzstein aus dem Jahr 1779 informiert, der Bestandteil des wohl ersten Flurkatasters von Holzhausen war und die Wiesen- und Ackerflächen der Holzhausener Bürger erfasste. Die interessante und informative Exkursion ließen die Teilnehmer bei einer Einkehr in die „Alte Schule Holzhausen“ mit einem kleinen Imbiss ausklingen.

3 Exkursionsbilder 

Die Wanderstrecke

Wanderstrecke

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Mittelalter-Ausstellung in der „Alten Schule Holzhausen“

Mitgenommen wurden die zahlreichen Gäste in der „Alten Schule“, darunter auch Bürgermeister Christoph Ewers bei der Eröffnung der „Jubiläums-Ausstellung 800 Jahre Burbach“ auf eine spannende Zeitreise in das Mittelalter. In ihrer Einführung gab die Ausstellungsgestalterin Frau Dr. Obier spannende Einblicke in die Zeit vor 800 Jahre. Wie sah es damals in Burbach aus? Wie haben die Menschen gelebt und gewohnt? Welche Zeugnisse gibt es, die etwas aus der damaligen Zeit erzählen und anschaulich ein Stück Mittelalter erschließen? Darauf gab sie in einem kurzweiligen Einführungsvortrag erste Antworten. Es lohnt sich die Ausstellung anzuschauen und in den von Dr. Obier zusammengestellten Ausstellungskatalog zu blättern. Es war ein schöner Frühabend in dem geschichtsträchtigen Haus „Alte Schule““, das in diesem 250 Jahre alt wird, denn als Fertigstellungstermin nennt die Inschrift am Ostgiebel der Schule das Datum 9. Juni 1769.

Die Ausstellungszeit in Holzhausen ist abgeschlossen. Sie wandert nun nach Niederdresselndorf und ist dort vom 20. Juni bis zum 1. Juli in der „Alten Schule“ zu sehen.

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Ein Frühmorgen inmitten von Vogelgesang und Blüten
Auf der Suche nach Braunkehlchen und Wiesenpieper

Über 25 Naturinteressierte, darunter waren sogar Gäste aus dem Münsterland trafen sich am Samstag, 1. Juni auf Einladung des Heimatvereins Holzhausen und des Naturschutzbundes Siegen-Wittgenstein zu früher Stunde um 7 Uhr zu der frühmorgentlichen Vogelstimmenexkursion durch das Naturschutzgebiet Wetterbachtal bei Holzhausen. Die Tour ging wieder durch das abwechslungsreiche Landschaftsmosaik des westlichen Teils des Naturschutzgebietes.In einer angenehmen Frühmorgenstimmung konnten auf der über 2 Stunden langen Exkursion mit den Ornithologen des Naturschutzbundes Dr. Martin Wiedemann, Markus Ising und Holger Kraft wieder zahlreiche Vogelarten beobachtet und gehört werden. An zahlreichen Stellen faszinierten die Charaktervögel des Wetterbachtales, nämlich der Wiesenpieper, der Neuntöter und vor allem das Braunkehlchen, das wohl auch in diesem Jahr wieder eine große Population aufweisen wird. In der reich strukturierten Wiesenlandschaft waren auch Sumpfrohrsänger, Wacholderdrossel, Dorngrasmücke, Kleinspecht, Wasseramsel und Rauchschwalbe anzutreffen. Eine positive Überraschung war die Beobachtung des Schwarzkehlchens, das nach längerer Zeit hoffentlich wieder im Wetterbachtal heimisch wird. Die Fachleute vom Naturschutzbund verstanden es, den Teilnehmern nicht nur die einzelnen Gesänge näherzubringen, sondern auch vom Lebensraum der verschiedenen Arten zu erzählen. Ulrich krumm vom Heimatverein gab kurze Erläuterungen zu den durchgeführten Habitats-verbessernden Maßnahmen für die Wiesenbrüter, die im Februar durch die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Siegen – Wittgenstein durchgeführt wurden. Aber nicht nur die Vogelfauna war zu bestaunen. Der Botaniker Gustav Rinder informierte über das breite Pflanzeninventar in den extensiv genutzten Heuwiesen und Brachflächen mit den dort in diesem Jahr zahlreich blühenden Trollblumen und Wald-Storchschnabel. Kurz gesagt, wieder einmal eine erlebnisreiche Tour durch eine immer wieder faszinierende Talaue, die nicht umsonst zu den 50 Naturschätzen Südwestfalen ausgewählt wurde.Ein gemeinsames morgendliches Frühstück in der „Alten Schule Holzhausen“ bildete den Abschluss der Exkursion.

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Frühlingsgrün und Blütenfarben – Frühjahrsexkursion in das  Wildnis-Gebiet „Großer Stein“

Dass die vom Heimatverein Holzhausen alljährlich angebotene botanische Frühjahrsexkursion nicht an Anziehungskraft verloren hat, dass zeigte sich auch in diesem Jahr. Und der Überschrift „Frühlingsgrün und Blütenfarben“ ging es am Freitag, 10. Mai nachmittags mit über 30 Natur-Interessierten in das Wildnis-Gebiet Großer Stein mit seinen naturbelassenen Buchenwälder. Die Exkursion, die in Kooperation mit der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein veranstaltet wurde, hat damit wieder eine gute Resonanz gefunden. Bei der Terminfestsetzung waren die Verantwortlichen um Ulrich Krumm davon ausgegangen, dass gerade Mitte Mai noch zahlreiche Frühjahrsblüher zu entdecken sind. Leider sind durch den sehr milden April die Buchenwälder bereits jetzt im frischen Grün bedeckt und es waren nur noch wenige Frühjahrblüher zu bestaunen. Die Biologin Ursula Siebel von der Biologischen Station hatte trotzdem interessante Informationen zu der Botanik und der Geoloigie des Gebietes im Gepäck. Auf der 550 m ü. NN hoch gelegenen Basaltkuppe des “Großen Steines“ angekommen, wurde den Teilnehmern erdgeschichtliche Erläuterungen zu dem Gebiet gegeben, dessen tieferer Untergrund fast 400 Millionen Jahre auf dem Buckel hat. Als Zeugen der vor über 25 Millionen Jahren stattgefundenen Vulkantätigkeiten im Hohen Westerwald sind neben den geschlossenen Basaltdecken des Westerwaldes die Basaltbergkuppen des “Großen und Kleinen Steines” bis heute erhalten geblieben. Und das gerade das Waldgebiet rund um den Großen Stein voll von Geheimnissen ist, das konnten die Beteiligten in dem 2,5 stündigen Waldrundgang wieder einmal erfahren. Dazu gehörte auch das Erzählen der Sage vom Hans Hick, der vor tausenden von Jahren am Großen Stein die Gegend vom Riesen Wackebold befreit haben soll.

Erläuterungen von Ursula Siebel

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Neues über den Heimatverein von außerhalb

NRW ist Schön: „Ein Land, so bunt und unverwechselbar wie seine Menschen. Mit seinen Dörfern und Städten, Flüssen und Seen, Mühlen und Schlössern, Museen und Denkmälern,
Wäldern und Wiesen ist NRW viele Entdeckungsreisen wert“, so steht es am Beginn in der neuen Broschüre „Stadt. Land. Fluss. Entdecken Sie Nordrhein-Westfalen“ der NRW Stiftung. Als eine solche Entdeckungsreise darin aufgeführt ist auch unser Naturlehrpfad Wetterbachwiesen.
Der Link dazu Hier     

Und in der Verbandszeitschrift des Westfälischen Heimatbundes „Heimat Westfalen“ Ausgabe 2/2019, in dem der Fokus auf den sorgsamen Umgang mit Natur und Umwelt gelegt wird, werden diesmal Heimatmacher-Beispiele zum Themenschwerpunkt „Natur entdecken und erfahren – nachhaltiges Lernen im Naturraum“ aufgeführt. Unter den drei beispielhaften Projekten ist auch auf Seite 43 der zweite Tag der Biologischen Vielfalt im Wetterbachtal aufgeführt. Der Link dazu Hier

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ZukunftsWERTEN Orte in Burbach

Am Sonntag, den 07. April 2019 wurde das Projekt ZUKUNFTSWERTE ORTE, zu dem auch unser Bauerngarten gehört, eröffnet. Der Bauerngarten wurde auf der Besichtigungstour im Beisein von ca. 40 interessierten Bürger-innen vorgestellt. Er wird als zukunftswerter Ort in Bezug auf die innerörtliche Artenvielfalt, den biologischen Gartenbau und den bewussten Umgang mit Flächenverbrauch dargestellt.

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Die Termine in 2019, zur Ansicht Hier

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Der Natur auf der Spur, der Link zu den gesamtem   Exkursionsberichten:  Hier

 

 
 

 

 

 

 

 

Die Dorf-Café Sonntage im Sommer:
21. Juli, 18. August und 16. September
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